100%-Solarhaus
in Kappelrodeck mit Eurosolar-Plakette ausgezeichnet
Im
Rahmen des Deutschen Solarpreises 2006 wurden Doris Hittler und Harald
Schelske als Eigentümer und Betreiber von Anlagen zur Nutzung
Erneuerbarer Energien für ihr persönliches Engagement geehrt.
Für
ihr 100%-Solarhaus in Kappelrodeck wurden Doris Hittler und Harald
Schelske mit der Plakette des Deutschen Solarpreises 2006 von Eurosolar
ausgezeichnet. Die Verleihung des Solarpreises fand in historischem
Rahmen am Samstag, 11. November, im Prinz Carl Palais in Heidelberg
statt. Das Paar nahm gemeinsam mit Astrid Weber von Gerold Weber
Solartechnik, die das Energiekonzept für das Nullheizenergiehaus
entwickelt haben, an der Preisverleihung teil.
„Das ist eine ergreifende Veranstaltung“, sagte Harald
Schelske nach der Übergabe der Solarpreise. „Wir freuen uns über die
Plakette. Aber was die anderen über die Jahre und Jahrzehnte gemacht
haben, das ist toll! Dagegen ist das, was wir gemacht haben, noch gar
nichts“. Sichtlich beeindruckt waren die drei aus der Ortenau auch von
dem festlichen Rahmen. Im Spiegelsaal des Palastes überreichten die
Heidelberger Oberbürgermeisterin Beate Weber und Eurosolar-Präsident
Hermann Scheer, Mitglied des Deutschen Bundestages und Träger des
Alternativen Nobelpreises, die Auszeichnungen. Die Laudatio hielt der
ehemalige Fernsehjournalist und Verfechter der Energiewende Dr. Franz
Alt. „Das ist die nahe Zukunft, was die Leute machen“, ist Schelske
überzeugt. Für ihre eigene Arbeit und ihr weiteres persönliches
Engagement nahm das Trio aus Baden viele Anregungen mit nach Hause.
Der Deutsche Solarpreis wird seit 1994 von Eurosolar, der Europäischen
Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V., verliehen. Kommunen,
Unternehmen, Einzelpersonen und Organisationen werden damit für
besondere Verdienste für die Nutzung der Sonnenenergie gewürdigt. In
mehreren Kategorien werden herausragende innovative Projekte und
Initiativen von Anwendungen erneuerbarer Energien ausgezeichnet. In der
Kategorie Städte/Gemeinden, Landkreise und Stadtwerke zum Beispiel
wurden in diesem Jahr die Stadt Heidelberg, der Landkreis Kassel und die
Stadtwerke Aachen mit dem Deutschen Solarpreis geehrt.
Zusätzlich
zu den Deutschen Solarpreisen werden seit 2003 in diesem Rahmen Eigentümer
und Betreiber von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie
Schulen mit beispielhaften Projekten mit einer Plakette ausgezeichnet.
Damit würdigt Eurosolar, die auch einen europäischen Solarpreis
verleihen, besonderes privates und schulisches Engagement. Doris Hittler
und Harald Schelske sind in diesem Jahr gemeinsam mit dem Heizungs- und
Solarfachbetrieb Gerold Weber Solartechnik einer von sieben Empfängern
der Plakette.
Im
Mai hat das Paar sein 100%-Solarhaus bezogen. Das Motto lautet „Sonne
und sonst gar nichts“. 112 Quadratmeter Sonnenkollektoren sorgen hier
allein für Wärme. In diesem Winter kann sich das Heizsystem, das ohne
jede Zuheizung wie Holzofen oder Elektrostab auskommen muss, erstmals
bewähren. Noch hat der 42.800-Liter-Solartank viel Energie gespeichert.
Für das Warmwasser reicht sie im Moment bis Ende Januar, zum Heizen bis
Ende April. „Dies wird sich noch verschieben, da es jetzt kälter wird
und wir mehr Heizenergie brauchen“, ist sich Harald Schelske im
Klaren. „Andererseits werden die Kollektoren an sonnigen Tagen wieder
mehr Energie in den Speicher schicken.“
Ihm selbst ist es in dem Haus fast schon ein bisschen „zu mollig
warm“, spielt er feixend auf ein „typisches Mann-Frau Thema“ an.
Nicht so seiner Freundin Doris: „Ich finde es herrlich, die Temperatur
ist perfekt.“
Nähere
Informationen gibt es unter www.solarhausinfo.de
und www.eurosolar.de.